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Mutter Maura und Meister Armin
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Wer einen Blick in unsere Wohnstube wirft, sieht ein Ehepaar mittleren Alters, gehobene Handwerker des 14.Jahrhunderts.
Mutter Maura ist Kalligraphin. Sie schreibt Texte aus der Antike und dem Mittelalter auf einzelne Blätter oder in schön verzierte Bücher und illustriert sie entsprechend. Texte aus der Bibel, Fabeln des Äsop, weise Sprüche der antiken Philosophen, die „Tischzucht“ von Hans Sachs… Wenn sie nicht schreibt, ist sie im Haushalt beschäftigt.
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| Sie spinnt Wolle mit der Handspindel und dreht Stränge mit der Haspel. Manchmal stickt sie kostbare Bahnen auf ihrem authentischen viereckigen Stickrahmen. Meistens aber sitzt sie an dem großen Webstuhl, den Meister Armin für sie angefertigt hat. Hier webt sie feine Borten und kräftige Gürtel in der im Mittelalter weit verbreiteten Methode des Brettchen-Webens. Gerne führt sie Besucher in die einzelnen Arbeitsgänge ein. |
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Ihre Wohnstube ist komplett eingerichtet, mit Truhen, Webstuhl, Lampen, Körben, Eßgeschirr, Bechern und Krügen. Tische und Bänke bestehen aus Dielen auf Böcken. In der Schreibecke sieht man Schreibpult und tönerne Tintenfässer, handgeschriebene Bücher und einen kunstvoll geschnitzten Bücherständer. Auf einem Wandbrett sind Lebensmittel und Gewürze in kleinen handgetöpferten Töpfen aufgereiht. Im „Hof“ stehen Eimer, Wasch-Schaff, Feuerstelle und ein kleiner Kräutergarten. Auf einem Wäscheseil hängen Stränge handgesponnener Wolle zu Trocknen. |
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