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Traditional Bow

Mittelalterliche Bogenschützen waren gut ausgebildete Einheiten, welche nicht selten den Ausgang einer Schlacht entschieden.
Angeblich galt ein Langbogenschütze nichts, wenn er nicht mit zehn bis zwölf Pfeilen pro Minute ein 200 Meter weit entferntes Ziel traf.
Dazu war natürlich jahrelange Übung nötig - im mittelalterlichen England waren die Männer gesetzlich verpflichtet das Bogenschießen zu üben und Väter mußten ihre Söhne mit einem Langbogen ausrüsten.

Auf den Schlachtfeldern war der Bogen nicht wegzudenken - daher war der Bowyer ebenso wichtig wie der Schmied.
Außerdem ... wie hätte wohl eine Jagd auf Hase und Reh ausgesehen, bei der Ritter und Edelleute das Wild mit gezogenem Schwert verfolgen?

 

Ich baue verschiedenste Langbögen - unter anderem Englische Langbögen Typ Mary-Rose, Wikinger-Bögen nach dem Fund in Haitabu, kontinentale Langbögen, Friesen-Bögen, Alamanen-Bögen, Flachbögen nach dem Fund im Holmegaard-Moor und so weiter. ... oder aber auch "einfache" Flachbögen für Anfänger.
Bei uns ist eigentlich egal wie alt man ist, wie lange man schon schießt, ob Frau oder Mann, ob reich oder arm - wir versuchen für jede(n) einen passenden Bogen zu haben ... oder zu bauen. Vom Spielzeugbogen mit Korkenpfeilen (Kindergarten-Alter) bis zum Englischen Kriegsbogen aus Eibe (fortgeschrittener Schütze mit größerer Portokasse) können wir fast alles anbieten. Ausnahmen sind Reiterbögen oder Bögen mit Kunst-Materialien (Glas oder Carbon) oder Bögen aus Rattan / Manau.

Die Bögen sind aus einem Stück Holz oder auch aus mehreren Schichten zusammengeleimt. Verwendete Hölzer sind zum Beispiel Eibe, Ulme, Ahorn, Robinie, Hickory, Roteiche, Kirsche, Birne, Ipe, Andrampotsy oder Bongossi ... oder aber Esche / Esche mit Hickory bei den "einfachen" Bögen. Wenn wir es bekommen - was sich manchmal schwierig gestaltet - baue ich auch aus Elsbeere, Holunder, Weißdorn oder Zwetschge